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Trainings & Schulungen

Kanban Essentials

Praxisnahes Training zur Kanban-Methode nach David J. Anderson: Arbeit sichtbar machen, WIP-Limits setzen, Fluss steuern und den eigenen Prozess evolutionär weiterentwickeln – ohne Bruch mit bestehenden Rollen.

Auf einen Blick

Niveau
Einsteiger bis Mittelstufe
Teilnehmer
6–12 Personen
Sprache
Deutsch / Englisch
Zertifikat
Teilnahmezertifikat

Zielgruppe

Agile Coaches, Teamleiter, Product Owner, Scrum Master, Projektmanager

Format & Dauer

Präsenz: 2 Tage / Online: 4 Halbtage

Voraussetzungen

Keine formalen Voraussetzungen – Projekt- oder Teamerfahrung hilft bei der Übertragung in den eigenen Kontext.

Wertversprechen

Direkt auf den eigenen Prozess anwendbar – evolutionäre Verbesserung ohne Revolution von Rollen und Strukturen.

Tools & Artefakte Kanban BoardCFDFlow-MetrikenMiro / Physisches Board
Ausgangslage

Warum Kanban?

Teams sind überlastet, Prioritäten wechseln ständig, Aufgaben bleiben liegen. Kanban bringt Ruhe in das System – nicht durch neue Rollen oder ein neues Framework, sondern durch Transparenz, klare Regeln und Flussdenken.

Schulung anfragen

Überlast sichtbar machen

Zu viel angefangene Arbeit gleichzeitig blockiert den Fluss und verlängert Durchlaufzeiten. Ein visualisiertes Board mit WIP-Limits zeigt Engpässe sofort – bevor sie zu Eskalationen werden.

Fluss statt Deadlines

Wer dauerhaft auf Deadlines und Einzeltermine optimiert, verliert den Blick für das System. Kanban steuert über Flow-Metriken wie Lead Time, Cycle Time und Throughput – und macht Lieferfähigkeit prognostizierbar.

Evolutionäre Veränderung

Kanban startet dort, wo der Prozess heute steht, und entwickelt ihn in kleinen Schritten weiter. Kein Big-Bang, keine Parallelwelt – sondern kontinuierliche, experimentelle Verbesserung mit dem Team.

Bestehende Rollen respektieren

Kanban schreibt keine neuen Rollen vor und erfordert keine Reorganisation. Vorhandene Verantwortlichkeiten bleiben bestehen – das senkt Widerstand und macht die Methode überall einsetzbar, auch außerhalb klassischer IT-Projekte.

Agenda

Vier Module über 2 Tage

Vom Ursprung der Kanban-Methode bis zur konkreten Implementierung im eigenen Team – interaktiv aufgebaut nach „Training from the Back of the Room“.

1

Kanban-Ursprünge & Kernprinzipien

Historie der Methode von Toyota bis David J. Anderson, Werte und die vier Foundational Principles. Wie sich Kanban gegenüber Scrum, Lean und klassischem Projektmanagement positioniert – und warum „Start with what you do now“ der entscheidende Einstieg ist.

2

Verschwendung & Flussdenken

Die drei Lean-Waste-Typen Muda, Mura und Muri erkennen und reduzieren. Little's Law (L = λ × W) als mathematische Grundlage für Flow. Lead Time, Cycle Time, Throughput und das Cumulative Flow Diagram (CFD) als Steuerungsgrößen.

3

Pull-Systeme & WIP-Limits

Vom Push-System zum Pull-Prinzip: WIP-Limits sinnvoll setzen, kalibrieren und durchsetzen. Klassen von Service (Expedite, Fixed Date, Standard, Intangible) und wie sie Priorisierung ohne ständige Eskalation ermöglichen. Simulationen am Board zur direkten Erfahrung der Effekte.

4

Praxis & Implementierung

STATIK (Systems Thinking Approach to Introducing Kanban) als 8-Schritte-Methode zur Einführung im eigenen Team. Stakeholder-Analyse, Kadenzen (Daily Standup, Replenishment, Service Delivery Review), reale Implementierungsszenarien und Transferplan für die ersten 30 Tage nach dem Training.

Kanban-Board sinnvoll gestalten

Workflow-Stages modellieren, Ticket-Typen unterscheiden, Swimlanes einsetzen und Policies sichtbar am Board verankern – passend zum eigenen Prozess

WIP-Limits setzen und kalibrieren

Die richtige Höhe für Work-in-Progress-Limits bestimmen, Engpässe identifizieren und Teams beim Abschließen statt Starten unterstützen

Flow-Metriken lesen und nutzen

Lead Time, Cycle Time, Throughput und das Cumulative Flow Diagram interpretieren – und daraus konkrete Verbesserungsmassnahmen ableiten

Kadenzen und Feedbackschleifen etablieren

Daily Standup, Replenishment Meeting und Service Delivery Review so einsetzen, dass sie Fluss fördern statt Meetings vermehren

Evolutionär verändern

STATIK anwenden, um Kanban ohne Bruch mit bestehenden Rollen einzuführen – und Verbesserungen experimentell, nicht per Vorgabe vorantreiben

Im eigenen Kontext transferieren

Einen konkreten Einführungsplan für das eigene Team erarbeiten – inklusive erster Board-Skizze, Stakeholder-Map und Startpunkten für die nächsten 30 Tage

Lernziele

Was Teil­nehmende mitnehmen

Ziel ist nicht Methodenwissen, sondern Handlungsfähigkeit: am Montag nach dem Training ein erstes Board aufsetzen, WIP sinnvoll begrenzen und das Team bei der Verbesserung begleiten.

Methodik

Six Core Practices der Kanban-Methode

Die sechs Kernpraktiken nach David J. Anderson bilden das Rückgrat des Trainings – jede Praktik wird anhand von Beispielen, Simulationen und Übungen am Board erfahrbar.

Praktik 1

Visualize

Arbeit, Workflow und Regeln sichtbar machen – als Grundlage für jede weitere Verbesserung. Ein Kanban-Board macht implizites Wissen explizit.

Praktik 2

Limit Work in Progress

WIP-Limits setzen den zentralen Hebel: weniger gleichzeitig begonnene Arbeit, schnellere Durchlaufzeiten, sichtbare Engpässe – und echtes Pull statt Push.

Praktik 3

Manage Flow

Fluss steuern statt Auslastung maximieren: Lead Time, Cycle Time und Throughput messen, Engpässe gezielt adressieren und den Durchsatz verlässlich prognostizieren.

Praktik 4

Make Policies Explicit

Spielregeln sichtbar am Board dokumentieren: Definition of Ready, Definition of Done, Pull-Kriterien und Klassen von Service. Explizite Regeln ermöglichen explizite Verbesserung.

Praktik 5

Implement Feedback Loops

Kadenzen wie Daily Standup, Replenishment Meeting, Service Delivery Review und Operations Review verankern Lernen und Steuerung auf der jeweils passenden Ebene.

Praktik 6

Improve Collaboratively, Evolve Experimentally

Verbesserung entsteht im Team, nicht per Vorgabe: Hypothesen formulieren, Experimente durchführen, Ergebnisse bewerten – und so den Prozess Schritt für Schritt weiterentwickeln.

Voraussetzungen

Was Teilnehmende mitbringen

Projekt- oder Teamerfahrung

Erfahrungen aus laufenden Projekten, Team- oder Servicekontexten helfen, die Inhalte direkt auf den eigenen Arbeitsalltag zu übertragen – formale Voraussetzungen bestehen keine.

Offenheit für evolutionären Wandel

Kanban startet dort, wo der Prozess heute steht, und entwickelt ihn schrittweise weiter. Bereitschaft, bestehende Rollen und Abläufe zu respektieren, ist Grundhaltung.

Bereitschaft zur Zusammenarbeit

Die Übungen sind stark interaktiv: Simulationen, Peer-Feedback und Board-Arbeit. Wer sich einbringt, nimmt konkret Anwendbares mit.

Laptop für Online-Format

Für das Online-Format mit Miro und Video-Konferenz ist ein Laptop mit stabiler Internetverbindung erforderlich. Im Präsenzformat arbeiten wir mit physischen Boards.

FAQ

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Kanban und Scrum?
Scrum ist ein Rahmenwerk mit festen Rollen, Events und Sprints. Kanban ist eine Methode, die den bestehenden Prozess als Ausgangspunkt nimmt und ihn evolutionär weiterentwickelt – ohne neue Rollen oder Sprint-Grenzen. Beide lassen sich kombinieren („Scrumban“) und verfolgen dasselbe Ziel: besseren Fluss und höheren Kundennutzen.
Funktioniert Kanban auch in nicht-agilen Teams?
Ja – gerade dafür ist Kanban ausgelegt. Das erste Foundational Principle lautet: „Start with what you do now“. Kanban respektiert bestehende Rollen, Verantwortlichkeiten und Prozesse. Es eignet sich deshalb auch für klassisch aufgestellte Teams, Service-Organisationen, Maintenance-Bereiche oder Verwaltungen.
Warum sind WIP-Limits so zentral?
Work-in-Progress-Limits sind der Hebel, der Kanban wirksam macht. Sie machen Überlast (Muri) sichtbar, erzwingen das Abschließen begonnener Arbeit vor dem Starten neuer, und sind die Voraussetzung für echtes Pull. Ohne WIP-Limits ist ein Kanban-Board nur eine visuelle Todo-Liste – kein Pull-System.
Präsenz oder Online?
Beides ist möglich. In Präsenz arbeiten wir an physischen Boards und profitieren vom direkten Austausch (2 Tage). Online läuft das Training über 4 Halbtage mit Miro und Video-Konferenz – zeitlich besser integrierbar und didaktisch gleichwertig. Inhouse-Durchführung für Teams ist jederzeit möglich.
Was ist im Training enthalten?
Trainingsmaterialien, Fotodokumentation der Board-Arbeit, ein Kanban-Fachbuch zur Vertiefung sowie die Einladung zu Follow-up-Coachings, um die Einführung im eigenen Team zu begleiten. Teilnehmende erhalten ein Teilnahmezertifikat.
Unverbindlich

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Offenes Training, Inhouse-Format für ein ganzes Team oder kombiniert mit Einführungs-Coaching nach STATIK – wir stimmen das Training auf den Organisationskontext ab.

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Kaschef Yawar

Ansprechpartner

Kaschef Yawar

Geschäftsbereichsleitung «Handel», Prokurist

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